Wenn ich Unterstützung brauche

Spezialstation Affektive Störungen

Die Depression ist die weitaus häufigste Form affektiver Störungen. Betroffene – darunter Personen jeden Alters – sehen sich durch die Erkrankung in vielen Lebensbereichen beeinträchtigt und sind oftmals auf professionelle Unterstützung angewiesen.

Die Spezialstation in der Klinik St. Urban bietet Betroffenen ein umfassendes Behandlungsangebot. Das Angebot steht Menschen zwischen 18 und 65 Jahren offen, die unter affektiven Störungen als Hauptdiagnose leiden. Behandelt werden affektive Störungen aller Schweregrade. Die Station bietet Platz für 17 Patientinnen und Patienten.

Behandlung

Zu Beginn der Behandlung erstellen wir gemeinsam mit der Patientin, dem Patienten einen Behandlungsplan. Darin werden die angestrebten Veränderungen bzw. Ziele festgehalten sowie die von uns vorgeschlagenen Therapieangebote. Im Fall, dass eine Patientin, ein Patient beim Eintritt in die Klinik nicht urteilsfähig ist, wird eine allenfalls vorliegende Behandlungsvereinbarung als Grundlage für den Behandlungsplan verwendet.

In der interdisziplinären Behandlung gehen wir auf depressionsspezifische Probleme und Symptome ein und informieren die Betroffenen sowie deren Angehörige regelmässig über die Erkrankung. In Einzel- und Gruppengesprächen thematisieren wir schwierige Alltagssituationen, die eine Depression aufrechterhalten können, und suchen gemeinsam nach Lösungen.

Das Therapieprogramm der Spezialstation umfasst u. a. Psychotherapie, Bewegungs- und Körpertherapie, Arbeitsagogik, soziale Aktivitäten sowie ein wöchentliches Gespräch mit der Bezugsperson aus der Pflege. Durch den Einsatz von Lichttherapie, Alternativmedizin und antidepressiven Medikamenten unterstützen wir das Überwinden belastender Gefühle wie Deprimiertheit und innere Leere, Antriebslosigkeit, Konzentrationsmangel und Schlafstörungen.

Ziel der Behandlung ist es, die Betroffenen in das Leben nach dem Klinikaufenthalt zurückzubegleiten. Die Austrittsplanung nimmt denn auch einen wichtigen Stellenwert in der Behandlung ein: der Unterstützungsbedarf für die Zeit nach dem stationären Aufenthalt wird laufend ermittelt und eine geeignete Nachbetreuung sichergestellt.

Patientinnen | Patienten

Die Station steht Menschen offen, die unter affektiven Störungen als Hauptdiagnose leiden. Wir behandeln alle Schweregrade.

Die Betroffenen werden während ihres gesamten Aufenthaltes von einer fallführenden Psychologin und einer pflegerischen Bezugsperson begleitet und unterstützt.

Die Dauer des stationären Aufenthalts ist individuell und richtet sich nach den Behandlungszielen. In der Regel beträgt sie zwischen 2 und 3 Monaten.

Angehörige

Das soziale Netz der Patientinnen und Patienten kann eine wichtige Ressource darstellen. Die Angehörigenarbeit ist ein wichtiger Bestandteil der Behandlung. Im Rahmen von Systemgesprächen und einer Informationsgruppe können Fragen rund um die Erkrankung und zu weiterführenden Hilfsangeboten besprochen werden.

Team

Das Behandlungsteam besteht aus Fachpersonen der Bereiche Psychiatrie, Psychologie, Pflege, Sozialarbeit und Therapien. Sie respektieren die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten und pflegen regen Kontakt zu Angehörigen und ambulanten Behandlern.

Ärztliche Leitung | Pflegerische Leitung

Standort

Klinik St. Urban |Spezialstation Affektive Störungen  | Schafmattstrasse 1  | 4915 St. Urban
Kontakt und Lageplan

Anmeldung

Die Aufnahme erfolgt in der Regel nach einer schriftlicher Anmeldung durch die Hausärztin oder den Hausarzt. In Ausnahmefällen ist eine notfallmässige Aufnahme möglich.

Luzerner Psychiatrie | Anmeldung und Triage | Schafmattstrasse 1 | 4915 St. Urban
T 058 856 53 00 | F 058 856 53 01
Montag bis Freitag, 08.00 – 12.00 / 13.00 – 17.00 Uhr

Weitere Informationen zum stationären Aufenthalt finden Sie in unseren Broschüren oder unter folgendem link.