COVID-19 und Rückstellungsbedarf beeinflussen das Gesamtergebnis der Luzerner Psychiatrie

Die Luzerner Psychiatrie (lups) war im vergangenen Jahr mit verschiedenen und zum Teil neuen Herausforderungen konfrontiert. Die allgemeine Verunsicherung und die Ungewissheit durch das Coronavirus belasteten nicht nur psychisch Gesunde, sondern insbesondere auch Menschen mit einer psychischen Erkrankung. Umso wichtiger war es, dass die ambulanten und stationären psychiatrischen Angebote der Grund- und Notfallversorgung der lups auch während der Krise zugänglich blieben.

«Neue Normalität» und befriedigendes operatives Ergebnis
Das Geschäftsjahr 2020 war geprägt durch die COVID-19-Pandemie. Erste Priorität hatten die Sicherstellung der psychiatrischen Versorgung sowie der Gesundheitsschutz der Patient*innen, Bewohner*innen und der Mitarbeiter*innen. Das Leistungsangebot und die Arbeitsabläufe wurden laufend überprüft und auf die «neue Normalität» ausgerichtet. Trotz der durch die Pandemie entstandenen Ertragsausfälle und Zusatzkosten, erwirtschaftete die lups ein annähernd ausgeglichenes operatives Ergebnis. Zusammen mit einem einmaligen, zusätzlichen Rückstellungsbedarf u.a. für Vorsorgeverpflichtungen fällt das Ergebnis jedoch negativ aus. Es resultierte ein Verlust von TCHF 3951 (Vorjahr: Gewinn von TCHF 1226).

Die Weichen richtig stellen
Corona hat die Arbeit der Mitarbeiter*innen mit den Patient*innen und Bewohner*innen erschwert und die Führung stark gefordert. Trotz dieser Umstände hat die lups laufende Projekte zur weiteren Entwicklung der Unternehmung weitergeführt und neue Projekte gestartet. Der Spitalrat hat 2020 die Strategie «lups2025» verabschiedet. Damit sind die Weichen für die kommenden Herausforderungen gestellt. Die lups will auch zukünftig als attraktive und erfolgreiche Arbeitgeberin dem Auftrag gerecht werden, die institutionelle psychiatrische Versorgung der Kantone Luzern, Obwalden und Nidwalden sicherzustellen. Hinsichtlich der geplanten Rechtsformänderung der lups in eine gemeinnützige Aktiengesellschaft per 1. Juli 2022, wurden wichtige Vorabklärungen getroffen und Vorbereitungsarbeiten geleistet. Das Projekt zur Umwandlung wird im Jahr 2021 gestartet.

Neuer Chefarzt Stationäre Dienste und neues Spitalratsmitglied
Per 31.12.2020 wurde der langjährige Chefarzt Dr. med. Julius Kurmann verabschiedet. Sein Nachfolger, Dr. med. Lienhard Maeck, nahm am 01.01.2021 seine Arbeit als Chefarzt Stationäre Dienste auf. Per 01.01.2021 nahm Urs Kneubühler (Schötz) als neues Mitglied seine Arbeit im Spitalrat auf.

Geschäftsbericht 2020

Medienmitteilung (PDF)

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