eMediplan: Verein eHealth Zentralschweiz startet Pilotprojekt

Im Rahmen eines Pilotprojekts testet der Verein eHealth Zentralschweiz (eHZ) zusammen mit ausgewählten Gesundheitsfachpersonen ab Ende Oktober 2020 den Einsatz des eMediplans. Der eMediplan ist der Schweizer Standard eines übersichtlichen, benutzerfreundlichen Medikamentenplans für eine Patientin bzw. einen Patienten. Der eMediplan bietet Patientinnen und Patienten und ihren Angehörigen sowie Gesundheitsfachpersonen eine benutzerfreundliche Übersicht über die aktuell verschriebenen Medikamente. Genutzt werden kann der eMediplan als Papierlösung oder digital via eMediplan-App. Ab Sommer 2021 soll der eMediplan dann Schritt für Schritt möglichst flächendeckend zum Einsatz kommen.

Oft ist es vor allem für chronisch kranke Menschen und ihre Angehörige schwierig, den Überblick über die vielen unterschiedlichen Medikamente zu behalten. Mit dem eMediplan erhalten sie Unterstützung, die Medikamente wie verordnet einzunehmen. Der eMediplan vereinfacht zudem die Arbeit der Hausärzteschaft, der Spitex und anderer Gesundheitsfachpersonen, welche über den aktuellen Stand der Medikation einer Patientin bzw. eines Patienten informiert sein müssen.

Am Kühlschrank oder via App
Der eMediplan besticht durch eine einfach verständliche Darstellung aller wichtigen Informationen. Er kann zuhause z.B. am Kühlschrank aufgehängt werden. Es besteht zudem die Möglichkeit, die eMediplan App zu nutzen, welche kostenlos aufs Smartphone geladen werden kann. Sobald das elektronische Patientendossier verfügbar ist, kann der eMediplan auch dort abgelegt werden und steht allen berechtigten Gesundheitsfachpersonen in elektronischer Form jederzeit zur Verfügung. Regierungsrat Guido Graf, Vorsteher des Gesundheits- und Sozialdepartements und Präsident von eHelath Zentralschweiz, sagt: «Der eMediplan hat ein grosses Potential, den Umgang mit den verschriebenen Medikamenten in vielen Bereichen zu verbessern».

Leistungserbringer in der Zentralschweiz machen mit
Die Kantonsspitäler Luzern, Nidwalden, Obwalden und die Hirslandenklinik St. Anna sind dabei, ihre Systeme für den eMediplan fit zu machen. Auch Haus- und Fachärztinnen und -ärtze, Apotheken, die Spitex und die Alters- und Pflegeheime, welche im Verein eHZ organisiert sind, sind vom Nutzen des eMediplans überzeugt. Damit ein möglichst flächendeckender Einsatz des eMediplan ab 2021 möglich wird, müssen die IT-Systeme dieser Gesundheitsfachpersonen bzw. -einrichtungen noch entsprechend angepasst werden.

eMediplan Pilot
Ab Ende Oktober 2020 profitieren Patientinnen und Patienten von folgenden Pilot-Teilnehmern bei Bedarf vom eMediplan: Pilatuspraxis Luzern, Medizentrum Hochdorf, Oberhofpraxis Eschenbach, Sonnen Apotheke Emmenbrücke und die Luzerner Psychiatrie an ihren Standorten Luzern, St. Urban, Sursee, Wolhusen, Hochdorf und Sarnen. Der Verein eHZ koordiniert den Piloten und wird die Erfahrungen der Pilotteilnehmenden auswerten. Der Verein eHZ wurde auf Initiative des Kantons Luzern Ende 2017 gegründet. Im Verein vertreten sind verschiedene Leistungserbringer aus dem stationären und ambulanten Bereich sowie die Kantone Luzern und Nidwalden. Präsident ist Regierungsrat Guido Graf, Vorsteher des Gesundheits- und Sozialdepartements des Kantons Luzern. Hauptaufgabe Seite 2 von 2 des Vereins ist die Koordination bei der Einführung des elektronischen Patientendossiers (EPD). Daneben engagiert sich der Verein für die Realisierung von nutzbringenden eHealth-Anwendungen.

Medienmitteilung (PDF)

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