Mitteilung Kt. Luzern - Gesundheitskommission nimmt den Planungsbericht über die psychiatrische Versorgung positiv zur Kenntnis

Die Kommission Gesundheit, Arbeit und soziale Sicherheit (GASK) des Luzerner Kantonsrates wertet den Planungsbericht über die psychiatrische Versorgung im Kanton Luzern positiv. Insbesondere die Stärkung der integrierten Versorgung, die Förderung verschiedener ambulanter Leistungsangebote sowie die engere Zusammenarbeit innerhalb der Versorgungskette und einen sinnvollen Ausbau des Personals begrüsst die Kommission.

Der Planungsbericht über die psychiatrische Versorgung im Kanton Luzern (B 83) analysiert die bestehende psychiatrische Versorgungssituation und zeigt auf, welche Trends und Herausforderungen sich der Bereich Psychiatrie zukünftig zu stellen hat. Die zentrale Herausforderung in der Psychiatrieversorgung sind der Fachkräftemangel, die Vernetzung bzw. die integrierte Versorgung und die Sicherstellung einer fairen Leistungsabgeltung im ambulanten Bereich. Der Bericht zeigt die notwendigen Massnahmen und Schwerpunkte auf, damit die zukünftige psychiatrische Versorgung bedürfnisgerechter und zielgerichteter sichergestellt werden kann.

 Aus Sicht der GASK bildet der Planungsbericht die aktuelle Situation in der psychiatrischen Versorgung realistisch ab. Diese basiert im Kanton Luzern auf einem soliden Grundversorgungsangebot unterschiedlicher Leistungserbringer. Die Auslastung der Behandlungsangebote ist sehr hoch, was oftmals zu langen Wartezeiten führt. Jim Wolanin, Präsident der GASK, hält fest: «Der Bedarf an psychiatrischen Leistungen wird in den nächsten Jahren weiter zunehmen, weshalb die Versorgung zu optimieren ist und die Angebote, dort wo notwendig, ausgebaut und gefördert werden müssen». Die Kommission begrüsst eine engere Zusammenarbeit innerhalb der Versorgungskette. Um einer oftmals langen Wartezeit der Patienten und Patientinnen entgegenzuwirken, ist ein sinnvoller Ausbau des Personalbestandes angezeigt. Auch die Lancierung eines Kriseninterventionszentrums nimmt die Kommission positiv auf.

 Die GASK ist der Ansicht, dass der Kanton prüfen soll, wie spezifische therapeutische Angebote unterstützt und das Potential privater qualifizierter Angebote vermehrt genutzt werden können, welche die Kinder sowie Jugendliche und Familie entlasten. Ebenfalls sollen Wege für eine bessere Finanzierung und den Ausbau der notwendigen Stellen gesucht werden – dies auch mit Blick auf den Fachkräftemangel. Diese Anliegen wird die GASK mittels einer Stellungnahme zum Planungsbericht dem Kantonsrat zustellen.

Die GASK spricht sich einstimmig für den Planungsbericht aus und nimmt diesen zustimmend zur Kenntnis.

Die Beratung des Planungsberichts über die psychiatrische Versorgung durch den Kantonsrat findet voraussichtlich in der Dezember-Session 2021 statt.

Zur Online-Version der Medienmitteilung: Link

Zurück