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Psychiatrischer Notfall 

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058 856 53 00 (24 h / 7 Tage)

Akute Selbst- oder Fremdgefährdung

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Am 31. Januar 2026 im Kulturforum Hitzkirch sowie am 03. Februar 2026 im Kleintheater Luzern wurde das neue Solotheater von Marco Michel gezeigt: «CHLÖISU – Die Wirklichkeit ist nicht alles.»

Ausgangspunkt des Stücks ist das Leben des Berner Künstlers Chlöisu Friedli (1949-1981) – Pianist, Bluesmusiker und prägende Figur der Berner Kulturszene. Marco Michel verbindet Schauspiel, Livemusik am Klavier und ein vielschichtiges Bühnenbild zu einer intensiven Auseinandersetzung mit Wirklichkeit und Fantasie, künstlerischer Ausdruckskraft und psychischen Krisen. Der Abend ist bewusst keine klassische Biografie, sondern eine dichte, emotionale Annäherung an menschliche Verletzlichkeit und innere Spannungsfelder.

«Die Theaterreihe schafft auf eindrückliche und berührende Weise einen Zugang zu einem gesellschaftlich wichtigen und oft tabuisierten Thema der psychischen Gesundheit. Marco Michel gelingt es, mit seiner künstlerischen Umsetzung, psychische Krisen erlebbar zu machen und damit Verständnis für deren Auswirkungen zu fördern.»

Christa Schwab, Programmleiterin Psychische Gesundheit, Kanton Luzern

Podiumsgespräche: Einordnung aus verschiedenen Blickwinkeln

Im Anschluss an jede Aufführung bot ein moderiertes Podiumsgespräch Raum, das Erlebte gemeinsam zu reflektieren und fachlich einzuordnen. Die Gespräche wurden von Christa Schwab geleitet und bewusst multiperspektivisch gestaltet. Neben Autor und Hauptdarsteller brachten sich Fachpersonen, Betroffene sowie Angehörige mit ihren jeweiligen Erfahrungen ein.

In Hitzkirch beteiligte sich Dr. med. Kerstin Gabriel Felleiter, Chefärztin ambulante Dienste und Mitglied der Geschäftsleitung der Luzerner Psychiatrie, an der Diskussion. Thematisiert wurden unter anderem psychische Dynamiken, die im Stück sichtbar werden, Unterschiede zwischen dem klinischen Alltag zur Zeit von Chlöisu Friedli und heutigen Rahmenbedingungen sowie der aktuelle Stand der Suizidprävention.

In Luzern nahm Dr. med. Oliver Bilke-Hentsch MBA LL.M., Chefarzt der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Mitglied der Geschäftsleitung der lups, am Podium teil. Neben der fachlichen Einordnung des Stücks standen hier insbesondere aktuelle Herausforderungen im Umgang mit psychischen Erkrankungen bei Kindern, Jugendlichen und Familien sowie Fragen der Prävention und Sensibilisierung im Fokus.

«In Verbindung mit der fachlichen Einordnung sowie den Erfahrungen von Betroffenen und Angehörigen stärkt dies den Dialog, fördert die Sensibilisierung und leistet einen Beitrag zur Suizidprävention.»

Christa Schwab, Programmleiterin Psychische Gesundheit, Kanton Luzern

Resonanz aus Sicht der Luzerner Psychiatrie

Auch aus Sicht der Luzerner Psychiatrie wurde der Abend als sehr eindrücklich erlebt. 

Viktor Kaufmann, Stationsleiter Standort Luzern der lups und Suizidpräventionsbeauftragter, hält im Nachgang fest:

«Ich fand den Abend sehr gelungen. Das Stück von Marco Michel war sehr bewegend und die anschliessende Podiumsdiskussion war interessant und wurde vom Publikum offensichtlich gut aufgefasst. Dieses nutzte auch aktiv die Möglichkeit, sich zu beteiligen. Ich bin sehr beeindruckt, wie es Marco Michel mit seiner schauspielerischen Leistung und nur wenigen Mitteln schafft, das Leid und die inneren Konflikte und Kämpfe eines psychisch kranken Menschen sicht- und spürbar zu machen.»

Ausblick: Weitere Aufführungen

Die Zentralschweizer Theaterreihe wird fortgesetzt:

  • 26. Februar 2026, Kultur- und Kommunikationslokal Wolhusen
    Podiumsbeteiligung: Prof. Dr. med. Jochen Mutschler, Chefarzt stationäre Dienste der Luzerner Psychiatrie

  • 15. März 2026, Theater Uri, Altdorf
    (ohne Beteiligung der Luzerner Psychiatrie am Podiumsgespräch)

Die bisherigen Abende haben eindrücklich gezeigt, wie Theater gesellschaftliche Themen wie psychische Gesundheit und Suizidprävention sensibel, vielschichtig und berührend zugänglich machen kann.

Der Besuch der weiteren Aufführungen ist ausdrücklich empfohlen.