Wenn ich Unterstützung brauche

Stationäre Gruppen Klinik St. Urban

Den Patientinnen und Patienten der Klinik St. Urban steht ein breites Angebot an Gruppentherapien offen. Auf Wunsch werden die Betroffenen von ihrem Behandlungsteam für eine Gruppe angemeldet.

Bewältigung von depressiven Verstimmungen

Patientinnen und Patienten, die unter einer Depression oder einer depressiven Verstimmung leiden, erhalten in dieser Gruppe Informationen zur Entstehung und Behandlung von Depressionen. Ziel ist, dass sich die Betroffenen auf dieser Wissensgrundlage befähigt fühlen, depressiven Verstimmungen entgegenzuwirken. Im Zentrum stehen dabei das Entwickeln alternativer Gedanken, das Kennenlernen neuer Strategien und das Einüben positiver Verhaltensmuster.

Bewältigung von Schlafstörungen

Schlafstörungen sind in der Bevölkerung weit verbreitet und für die Betroffenen sehr belastend, da sich sich auch tagsüber negativ auf das Wohlbefinden auswirken.

Patientinnen und Patienten, die unter Einschlafproblemen, Durchschlafproblemen oder vermehrter Tagesmüdigkeit leiden, erhalten in der Gruppe Informationen zum Thema gesunder Schlaf und Schlafstörungen. Faktoren, die Schlafstörungen hervorrufen oder aufrechterhalten, werden identifiziert, und es wird aufgezeigt, wie diese positiv beeinflusst werden können.

CANTO
Gruppenangebot Canto

Patientinnen und Patienten, die sich in einer singenden Gemeinschaft von Klang und Musik berühren lassen wollen, sind in der Gruppe CANTO am richtigen Ort. Gesungen werden kurze, technisch einfache Kraftlieder aus unserer, aber auch aus fremden Kulturen.

Singen hat eine positive Wirkung: die Gemeinschaft wird gepflegt, die Aufmerksamkeit und Präsenz gefördert und das Immun- und das Herz-Kreislauf-System gestärkt.

Emotionale Kompetenzen

Emotionale Kompetenzen bezeichnen die Fähigkeit, Emotionen wahrzunehmen, zu verstehen und angemessen auf Situationen zu reagieren. Patientinnen und Patienten, die entweder zu viele und intentsive Gefühle erleben oder aber Schwierigkeiten damit haben, Gefühle zuzulassen, erlernen in der Gruppe Übungen zu den Themen Emotionsregulation, Achtsamkeit, Selbstwert und Stresstoleranz.

Entspannungsgruppen

Stress, Belastung, Sorgen und Ängste können – oft ohne, dass wir es
merken – zu einer erhöhten Anspannung der Muskeln führen. Kurzfristig ist das kein Problem. Halten solche Zustände jedoch länger an, können sie Erschöpfungszustände und Schmerzen hervorrufen.

In den Entspannungsgruppen wird die Methode Progressive Muskelentspannung (PMR) vorgestellt und geübt. Durch regelmässiges Üben soll das Wohlbefinden gesteigert und die Körperwahrnehmung verbessert werden.

Gedächtnistraining

Denksport hält geistig fit! Patientinnen und Patienten, die im Rahmen einer psychiatrischen Erkrankung oder einer beginnenden Demenz unter Konzentrations- oder Gedächtnisproblemen leiden, lernen, die geistige Leistungsfähigkeit zu aktivieren und zu trainieren. Beeinträchtigte Hirnfunktionen werden so positiv beeinflusst und das Wohlbefinden gesteigert.

Integriertes Psychologisches Therapieprogramm (IPT)

Das IPT ist ein Gruppentraining zur Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten und sozialen Kompetenzen, die im Rahmen einer psychischen Erkrankung oft in Mitleidenschaft gezogen werden. In der Gruppe trainieren wir die Wahrnehmung, die Aufmerksamkeit, das Gedächtnis, die Kommunikation und das soziale Verhalten.

Das Angebot richtet sich in erster Linie an Patientinnen und Patienten mit einer schizophrenen Erkrankung.

Kraft-Werk

Kraft-Werk: Der Name ist Programm. Die Teilnehmenden werden aktiv in die Gestaltung der Gruppe einbezogen und erhalten anhand von Gesprächen und praktischen Übungen die Möglichkeit, ihre individuellen Stärken und Fähigkeiten zu entfalten. Durch eine ressourcen- und zukunftsorientierte Arbeitsweise unterstützen wir die Teilnehmenden in der Verbesserung ihres Selbstbezuges –  ein entscheidendes Element im persönlichen Genesungsprozess.

Kunst- und Gestaltungstherapie

Wo Betroffene mit Worten an ihre Grenzen stossen, bietet die systemorientierte Maltherapie ungeahnte Möglichkeiten. Bilder werden dann zu «Übersetzern» und weisen auf bisher Übersehenes hin. Oft enthalten bildhaft dargestellt Probleme schon erste Hinweise auf mögliche Lösungsansätze.

Psychose

Wenn in einer Psychose manches aus den Fugen gerät, stehen Betroffene diesem Erleben manchmal ratlos und zweifelnd gegenüber. Fundiertes Wissen über die Erkrankung, z. B. darüber, wie eine Psychose entsteht und wie man selbst darauf Einfluss nehmen kann, sind zentral. Das Kennenlernen der eigenen Risikofaktoren (Drogen, Stress, Absetzen von wichtigen Medikamenten) kann die Wahrscheinlichkeit, erneut an einer Psychose zu erkranken, entscheidend vermindern.

Qigong und Taiji

Die Gruppe trifft sich zum gemeinsamen Üben von Qigong und Taiji. Im Zentrum stehen dabei die Entspannung, Atmung und Achtsamkeit. Werden die Übungen regelmässig gemacht, verhilft dies zu einer besseren Regulierung der Atmung, der Stärkung des Immunsystems und Förderung der Beweglichkeit. Nicht zuletzt haben Qigong und Taiji eine ausgleichende Wirkung auf die Psyche.

Nordic Walking

Nordic Walking ist eine Möglichkeit, seinen Körper schonen zu bewegen und dabei die Ausdauer, die Koordination und den Muskelaufbau zu trainieren. Zudem steigert regelmässige Bewegung an der frischen Luft und in der Natur das allgemeine Wohlbefinden.

Recovery

Wenn man krank ist, vergisst man oft die gesunden Anteile, die man in sich trägt. «Krank sein» bezieht sich jedoch nie auf alles was uns ausmacht, sondern nur auf einen Teil unseres Seins. Ein gutes Leben ist trotz fortbestehnder Symptomen und wiederkehrenden Krisen möglich.

In gegenseitigen Austausch über individuelle Erfahrungen mit schwierigen Lebenssituationen, Krisen oder psychischen Symptomen werden Möglichkeiten sichtbar, wie die eigene Recovery- und Lebensreise gestaltet werden kann.

Ressourcengruppe für ältere Menschen

Das Angebot richtet sich an ältere Patientinnen und Patienten, die sich auf die Suche nach Ressourcen begeben möchten, mit dem Ziel eine gute Lebensqualität zu erreichen oder wiederzuerlangen. Durch Erfahrungsaustausch und wertschätzende Gespräche werden das Selbstwertgefühl gestärkt, das bisherige Leben gewürdigt und soziale Kompetenzen gefördert.

Schwimmgruppe
Schwimmgruppe

In der Schwimmgruppe können Patientinnen und Patienten Schwimmstile kennenlernen bzw. trainieren. Das warme Wasser und die Schwerelosigkeit bietet zudem Raum für Entspannung und Wohlbefinden.

Sozialinfo

Selbstkompetenz im eigenen Leben – wer möchte das nicht? Damit das Leben auch in schwierigen Zeiten gemeistert werden kann, benötigt es immer wieder neues Wissen und manchmal auch Hilfestellungen.

Das Gruppenangebot soll Patientinnen und Patienten einen Überblick im sozialen Bereich verschaffen und sie dazu befähigen, Schritte zur Sicherung ihrer sozialen, finanziellen, beruflichen und rechtlichen Lage zu unternehmen.

Soziale Kompetenzen

Mehr Selbstbewusstsein und Selbstverstrauen – wer wünscht sich das nicht? Durch Rollenspiele und Videoanalysen kann gelernt werden, eigene Rechte durchzusetzen, um Sympathie zu werben oder in Beziehungen sicher aufzutreten.

Eine selbstsichere Verhaltensweise ist nicht nur für den beruflichen wie privaten Erfolg mitverantwortlich, sie führt häufig auch zu Symptomreduktionen und Befindlichkeitsverbesserungen.

Suchtgruppe

In der Entzugsbehandlung verschwinden nach einer gewissen Zeit zuerst die körperlichen Entzugserscheinungen. Danach gilt es, sich aus der psychischen Abhängigkeit zu bereifen und sich für ein Leben ohne Suchtmittel zu motivieren.

Mögliche Themen in der Gruppe: Tagesstruktur aufbauen, Strategien für schwierige Situationen erarbeiten, alternative Möglichkeiten entwickeln um zu geniessen und sich zu belohnen, soziale Beziehungen wieder aufbauen, mit dem «Carving» bzw. Suchtdruck umgehen.

Turn- und Mannschaftssport
Turn- und Mannschaftssport

Sport fördert die Fitness des Körpers und hat einen positiven Einfluss auf die Psyche und das Wohlbefinden. Spass und soziale Kontakte sollen im Zentrum der Gruppenaktivität stehen und Betroffenen eine kurze Auszeit vom Klinikalltag ermöglichen.

Yoga

Die Gruppe trifft sich zum gemeinsamen Üben von Yoga. Dadurch treten die Patientinnen und Patienten in Kontakt mit der eigenen Lebendigkeit und erleben die gesunden Anteile, die sie in sich tragen. Die Betroffenen erkennen, dass sie Einfluss auf ihr körperliches und seelisches Wohlbefinden nehmen können. Dies fördert das Selbstvertrauen und die Übernahme von Eigenverantwortung – zwei wesentliche Aspekte auf dem Weg zur Wiedererstarkung.