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Am 1. April 2006 schlossen sich das Psychiatriezentrum Luzern Stadt, das Psychiatriezentrum Luzerner Landschaft sowie der Kinder- und Jugendpsychiatrische Dienst zur Luzerner Psychiatrie (lups) zusammen – eine Neuorganisation für eine moderne, integrierte psychiatrische Versorgung. Seither ist die lups für die institutionelle psychiatrische Grundversorgung im Kanton Luzern und mit der Realisierung des Pionierprojektes lups-ON im Jahr 2017 auch in Obwalden und Nidwalden zuständig. Am Mittwoch, 26. August 2026, feierte das Unternehmen im Stadthaus Kriens sein 20-jähriges Bestehen mit über 100 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Gesundheitswesen und Gesellschaft.

«Starke, anerkannte und verlässliche Institution»

«Wir dürfen heute auf eine 20-jährige Erfolgsgeschichte zurückblicken», würdigte Michaela Tschuor, Regierungsrätin und Vorsteherin des Gesundheits- und Sozialdepartementes des Kantons Luzern, die lups. Die Reform vor 20 Jahren habe eine Organisation mit mehr unternehmerischem Handlungsspielraum und gleichzeitig grösserer operativer Eigenständigkeit geschaffen. «Es ist eine starke, anerkannte und verlässliche Institution entstanden, die für eine qualitativ hochstehende psychiatrische Versorgung steht, über die Kantonsgrenzen hinaus partnerschaftlich zusammenarbeitet und die als bedeutende Arbeitgeberin Verantwortung für viele Mitarbeitende und für unseren Kanton übernimmt. Darauf dürfen wir stolz sein.»

Dynamische Entwicklung – gestern und heute

Verwaltungsratspräsident Michael Rolaz hob die dynamische Entwicklung der lups hervor: die Erweiterung und Modernisierung der Standorte, das Personalwachstum sowie neue Behandlungsmodelle und Qualitätsstandards. «Die lups hat seit ihrer Gründung viel erreicht», sagte Michael Rolaz. «Wir dürfen heute mit Freude zurückblicken, müssen den Blick aber auch nach vorne richten.» Mit dem Projekt «lups2030», das im Dezember 2025 gestartet wurde, erneuert die lups Strategie, Prozesse, Organisation, Führung und Kultur grundlegend. Ziel ist eine Organisation, die hohe Behandlungsqualität gewährleistet, dem Fachkräftemangel begegnet und wirtschaftlich nachhaltig arbeitet.

Paradigmenwechsel: Mitwirkung der Patientinnen und Patienten

Rémy Gasser, seit 1. August 2026 CEO der lups, skizzierte die Umsetzung von lups2030. Strategie, Vision, Mission, Werte sowie die Unternehmensstruktur wurden bereits festgelegt. Nun folgt die Detailplanung der Prozesse, begleitet von einem Change-Management-Programm zur Kultur- und Führungsentwicklung. Die neue Vision bringt das Selbstverständnis des Unternehmens zum Ausdruck: «Psychische Gesundheit und Teilhabe am Leben – für jedes Alter – im Herzen der Schweiz und darüber hinaus». Damit greift die lups psychische Gesundheit als gesellschaftlich relevantes Thema auf und unterstreicht einen Paradigmenwechsel: Patientinnen und Patienten sowie Bewohnende werden als Expertinnen und Experten ihrer Genesung einbezogen. Die neuen Werte «mitverantwortlich, klar und professionell» prägen dabei Zusammenarbeit, Führung und tägliches Handeln. Als Impulsgeberin für Innovation will die lups eine moderne, menschennahe Psychiatrie weiterentwickeln – mit Ausstrahlung über die Region hinaus.

Neue Zentrumsstruktur ab 2028

Ab 2028 organisiert die lups ihre Angebote in regionalen und fachspezifischen Zentren. Stationäre, teilstationäre und ambulante Behandlungen werden eng miteinander vernetzt, sodass Patientinnen und Patienten ohne Brüche durch ihre Behandlung begleitet werden können. «Die neue Organisationsstruktur schafft die Voraussetzungen, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden und die hohe Behandlungsqualität langfristig zu sichern», betonte der CEO. Einheitliche Behandlungsstandards und effiziente Prozesse stärken die Zusammenarbeit und den fachlichen Austausch. «Kleinere Führungsspannen entlasten unsere Führungskräfte, gleichzeitig steigern klare Entwicklungs- und Laufbahnmöglichkeiten die Attraktivität der lups als Arbeitgeberin», so Rémy Gasser. Davon profitieren auch die Patientinnen und Patienten: «Sie müssen nicht mehr zwischen verschiedenen Systemen wechseln. Das schafft mehr Kontinuität, stärkt die therapeutische Beziehung und erhöht die Wirksamkeit der Behandlung.»

Neu sollen Co-Leitungen die Führungsverantwortung auf mehrere Schultern verteilen. Der Verwaltungsrat hat bereits erste Entscheide zur künftigen Führungsorganisation getroffen. Die heutige Chefärztin Ambulante Dienste und stellvertretende CEO Kerstin Gabriel Felleiter sowie Martin Fluder, Leiter Pflege und Mitglied der Geschäftsleitung, übernehmen die Co-Leitung der Erwachsenenpsychiatrie. Oliver Bilke-Hentsch, Chefarzt Kinder- und Jugendpsychiatrie und Mitglied der Geschäftsleitung, wird Co-Leiter der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Bis Ende 2026 soll auch die zweite Co-Leitungsstelle besetzt sein.

Der Kern bleibt: Beziehung im Mittelpunkt

Mit der strategischen Neuausrichtung treibt die lups ab 2028 die Entwicklung der institutionellen psychiatrischen Versorgung voran und spielt auch künftig eine aktive Rolle in Lehre und Forschung. Trotz aller Veränderungen bleibt das Kernleistungsversprechen unverändert: Beziehung im Mittelpunkt. Gute Beziehungen zu Patientinnen und Patienten, Bewohnenden, Mitarbeitenden sowie Partnerorganisationen bilden die Grundlage des Handelns. «Unser Ziel ist nicht Veränderung um der Veränderung willen, sondern eine noch bessere psychiatrische Versorgung», sagte Rémy Gasser.

Box

Peter Schwegler erhält das Luzerner Prunksiegel

Als Anerkennung für seine Leistungen übergab Michaela Tschuor, Regierungsrätin und Vorsteherin des Gesundheits- und Sozialdepartementes des Kantons Luzern, Peter Schwegler an der Jubiläumsfeier der lups das Luzerner Prunksiegel von 1386. «Peter Schwegler hat einen grossen Teil seines beruflichen und politischen Wirkens in den Dienst der Öffentlichkeit gestellt – im Kanton Luzern, in der Gesundheitsdirektion, an der Spitze der lups und auch in seiner Heimatgemeinde Altbüron», sagte die Regierungsrätin. «Wir würdigen heute nicht nur die erfolgreiche Luzerner Psychiatrie AG, sondern auch einen Menschen, der einen bedeutenden Abschnitt ihrer Geschichte geprägt hat.» Peter Schwegler war von 2011 bis Ende Juli 2026 CEO der lups. Ende September 2026 beendet er seine operative Tätigkeit; bis dahin steht er dem Unternehmen beratend sowie für Spezialprojekte zur Verfügung.

Für Medienanfragen:

Unternehmenskommunikation & Marketing

Esther Lötscher, medien@lups.ch

Luzerner Psychiatrie AG (lups)

Die Luzerner Psychiatrie (lups) ist für die psychiatrische Grundversorgung in den Kantonen Luzern, Obwalden und Nidwalden zuständig, an mehreren Betriebsstandorten präsent und gut vernetzt. Das Unternehmen verfügt über ein modernes ambulantes und stationäres Behandlungsangebot mit einer zeitgemässen Infrastruktur. Das Behandlungsspektrum umfasst die Kinder- und Jugendpsychiatrie bis hin zur Alterspsychiatrie. Die Dienstleistungen der lups stehen auch angrenzenden Spitalregionen zur Verfügung. Rund 1’600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erbringen ihre Leistungen zum Wohl der Patientinnen und Patienten. Eine weitere Organisationseinheit der lups bildet das Wohnheim Sonnegarte. Die lups macht sich zudem für junge Menschen stark. Jährlich bildet die lups über 100 Jugendliche in verschiedensten Berufen aus.